Interview mit Tobias Meyer vom Beercoin-Projekt

Bierfans, aufgepasst! Heute sprechen wir von Crypto Tree mit Tobias Meyer, Gründer und Geschäftsführer von Beercoin, mit Sitz im fürstlichen Bayreuth in Oberfranken. “Beer” – ja, Du hast richtig gehört, der ein oder andere dürfte da direkt aufhorchen. In Bayern, wo das beliebte Hopfenmalzgetränk zur bayerischen Kultur dazugehört wie der Knödel zum Schweinsbraten, haben die Jungs von Beercoin eine super Idee gehabt. Um was es bei Beercoin geht und was hinter dem Projekt steckt, das werden wir in diesem Interview für Dich herausfinden.

Über Bier und Blockchain, die Entstehung der Beercoins und darüber, mehr Freude in die Welt zu bringen – Made in Bavaria

 

1.) Servus Tobias, super dass Du Dir die Zeit genommen hast, unseren Lesern von dem Beercoin-Projekt zu erzählen. Auch wir sind schon ganz gespannt. Euer Ziel ist es ja, das Bier-basierte Krypto-Geld zu erschaffen, um frischen Wind in die Brauerei-Industrie zu bringen. Wie kann man sich das genau vorstellen?

Bei dem Beercoin-Projekt handelt sich um eine “Kryptowährung”, die Brauereien und Bars zu Werbezwecken nutzen können. Sie können Kronkorken oder Bierdeckel mit Beercoins versehen und der Nutzer kann damit Bier erwerben (wie bei einem klassischen Bonuspunkteprogramm). Einer der interessantesten Punkte der Währung ist, dass man diese als Zahlungsmittel nutzen kann. In diesem Sinne werden durch den Erwerb eines Bieres durch Beercoins diese wie ein typisches Zahlungsmittel entgegengenommen und werden danach allerdings unwiderruflich verbrannt. Der Wert der Coin soll auf diese Weise passiv mit dem Hopfenkonsum der Nutzer steigen.

2.) Jetzt soll es nun nicht nur den Brauereien zu Gute kommen, sondern auch den Endverbrauchern. Das Feierabend-Bier als Stichwort: Welche Grundidee verbirgt sich denn dahinter?

Der Endverbraucher soll auf diese Weise leicht und unproblematisch an einer “Kryptowährung” teilhaben können, ohne das nötige technische Fachwissen mitbringen zu müssen. Weiterhin muss er sich keinen spekulativen Risiken aussetzten, sondern kann sich einfach ein Bier kaufen.

3.) Der Beercoin ist ein Coin, welcher (fast ausschließlich) durch Bier selbst generiert, also gemined, werden kann. Wie genau funktioniert das Beercoin-Mining? Und minen die Konsumenten also quasi ihre eigenen Beercoins mittels Eurer App?

Das ist richtig. Die Beercoins werden durch den Nutzer mithilfe der App (für Apple und Android) neu generiert. Auf der Innenseite eines Kronenkorkens befindet sich ein QR-Code, welcher, wenn er mit unserer App gescannt wird, Beercoins erzeugt und diese dem Nutzer auf sein Beercoin-Wallet (Wallet: Was ist das?) schickt. Bei Bedarf kann er diese auf ein Ethereum-Konto schicken oder diese in unserem Beercoin-System lassen.

4.) Der andere Vorgang, wie der Beercoin entsteht oder entstanden ist, ist Euer ICO. Die erste Verkaufsrunde hatte bereits Mitte 2018 stattgefunden, der Verkauf von 8.000.000 Beercoins wurde ja als Softcap anvisiert. Was könnt Ihr nun ein halbes Jahr später dazu sagen, konntet Ihr Euer Ziel erreichen? Und wann wird die zweite Finanzierungsrunde stattfinden?

Wir konnten unser Softcap leider nicht erreichen. Ein Teil des Problems der ersten Finanzierungsrunde wird vermutlich der recht frische Crash des Kryptomarkts 2018 gewesen sein, der die Nutzer sehr skeptisch gegenüber kleinen Projekten gemacht hat.
Was eine mögliche zweite Finanzierungsrunde angeht; hierfür würden wir zunächst gerne einen Abfüllungstermin für den ersten Schwung an Flaschen mit QR-Codes festmachen. Diesbezüglich arbeiten wir gerade noch mit den Laserproduzenten, Kronkorkenfabriken und unseren voraussichtlich deutschen Brauereien zusammen, um dies umzusetzen zu können. Alles Weitere kommt erstmal danach.

5.) Die Gesamtanzahl der Coins ist, ähnlich wie beim Bitcoin, auf eine gewisse Anzahl limitiert. Konkret: auf 77.480.000.000 Beerchain Beercoins, kurz: BCBC. Wann denkt Ihr, wird diese Anzahl erreicht, schließlich spielt ja die Menge des Bierkonsums eine wichtige Rolle dabei, oder?

Die Zahl 77.480.000.000 Beercoins ist auf den durchschnittlichen deutschen Bierkonsum von 208 Falschen pro Jahr mit 10 Millionen Nutzern über einen Zeitraum von 10 Jahren berechnet. Dies scheint auf den ersten Blick recht viel, wird aber durch die hohen Ausstoßzahlen einiger Brauereien in Perspektive gerückt. Diese Zahlen können sich bis auf 1 Millionen Flaschen pro Tag belaufen. Solch eine Brauerei würde bereits für 3 Monate um die 100 Millionen Codes benötigen.

 

6.) Ihr habt noch ein zweites Ziel, und zwar den Wohltätigkeits-Aspekt, “Etwas mehr Freude in die Welt bringen”. Was würdest Du unseren Lesern gern dazu erzählen?

Die Idee dahinter ist, dass der Alltag gerne die ein oder andere Unannehmlichkeit bereit hält und ein Feierabend-Bier in guter Gesellschaft dies meist besser macht. Allerdings wird es immer irgendeine arme Seele geben, die nicht in den Genuss eines solchen Feierabendbieres kommt. Dieser Person soll dennoch das Leben versüßt werden, indem anderen Nutzern die Möglichkeit gegeben wird, ihre Beercoins zu spenden. Diese Coins können dann in Fiat-Geld umgewandelt werden und dem jeweiligen Zweck zu Gute kommen.

Hier noch die sympathischen Mitgründer des Beercoin-Projektes: (von links) Moritz Markgraf, Tobias Meyer, Christop Niese

7.) Mit Deinen Worten, wie kam es denn nun überhaupt zu diesem bier-freundlichen Projekt? Vielleicht bei einem gemütlichen Feierabend-Bier?

Lustigerweise durch Zahnärtze. Ich hatte mich seit geraumer Zeit mit “Kryptowährungen” befasst und bin dabei zufällig auf die Dentacoin gestoßen – eine “Kryptowährung” für Zahnärzte. Das hat mich dann auf den Gedanken gebracht, dass, wenn es auf dieser Welt einen Markt für eine Zahnarztwährung gibt, es definitiv auch eine für Bier geben muss.

 

8.) Und die beste Frage zum Schluss: Was ist denn Dein Lieblings-Bier? 🙂

Sehr leicht: das Oskar Hell. Das gibt es leider nur direkt bei der Gaststätte Oskar in Bayreuth. Es ähnelt dem Bayreuther Hell, wird allerdings nach eigener Hausrezeptur von der Brauerei Maisel gebraut.

Schau Dir hierzu auch ein kurzes Video zum Beercoin-Projekt an!

Und somit sind wir auch schon am Ende angekommen, danke Dir für das aufschlussreiche Interview! Das Feierabend-Bier haben wir uns nun definitiv verdient, wir sagen Prost und Servus und wünschen Euch für Euer Projekt natürlich nur das Beste!

Wenn bei Dir, sei es als Privat- oder Geschäftsperson, das Interesse geweckt wurde, schaue am besten gleich auf der Website der Jungs vorbei!

 

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