Was ist ein Wallet?

 

Das Wort “Wallet” kommt aus dem Englischen und bedeutet nichts anderes als “Geldbörse” bzw. “Brieftasche”. Folglich dient ein Wallet also ganz einfach zur Aufbewahrung von Werten. In der Krypto-Welt ist somit ein Wallet ein digitaler Geldbeutel, auf dem Krypto-Geld aufbewahrt wird. Dies kann anfangs etwas verwirrend sein, denn auf Deiner Wallet wird genau genommen nicht Dein Geld (Coins und Tokens) – in dem Sinne aufbewahrt – sondern es dient vielmehr als Speichermedium für die folgenden zwei wichtigen Komponenten:

  • die “public adress”, zu deutsch: öffentliche Adresse
  • der “private key”, der private Schlüssel.

Was kann man sich also nun unter diesen zwei Begriffen vorstellen? Vergleichen wir dafür diese Begriffe mit gängigen Begriffen aus der Bankenwelt.

 

Public Adress

Jeder sollte mittlerweile den Begriff “IBAN” kennen. Eine IBAN wird benötigt, um zum Beispiel eine Überweisung auf ein bestimmtes Bankkonto durchzuführen. Und so verhält es sich mit der “public adress”: diese ist im übertragenen Sinne nichts anderes als eine IBAN in der Krypto-Welt. Um Krypto-Geld an jemand anderen zu schicken (“überweisen”) benötigt man vom Empfänger die “public adress”. Diese ist öffentlich einsehbar und kann ohne Gefahr weitergegeben werden.

 

Private key

Was uns nun weiter zum “private key” führt: dieser ist, grob gesagt, den Zugangsdaten zu Deinem Online-Bankkonto gleichzusetzen, obwohl dieser – anders als im Bankenverkehr – rechtlich keiner Person zugeordnet ist. Optimalerweise hast nur Du Zugang zu Deinem “private key”, was Dich dazu ermächtigt, Dein Krypto-Geld zu nutzen. Was in diesem Fall sehr wichtig ist: den “private key” sollst Du NIE aus der Hand geben: Jeder, der Deinen “private key” kennt, kann auf Dein Wallet zugreifen und somit auch auf Dein Krypto-Geld. Aus diesem Grund solltest Du Deinen “private key” immer sicher und für Dritte unzugänglich aufbewahren. Ist der “private key” einmal weg, verloren, vergessen: ist leider auch der Zugang zu Deinem Krypto-Geld futsch, und zwar leider für immer. Es gibt dann keine Möglichkeit mehr, auf Dein Krypto-Geld zuzugreifen. Falls Du schon mal davon gehört hast, dass da im Netz Millionen Bitcoins rumliegen, an welche man nicht mehr rankommt, dann kannst Du jetzt nachvollziehen, wieso. Merke: “private key” weg bedeutet somit Krypto-Geld weg.

 

Aber wie sehen diese “public adress” und “private keys” nun aus?

Hinter diesen zwei Begriffen stecken jeweils eine längere Zahlen-Buchstaben-Kombination mit dazugehörigem QR-Code: Zu jeder “public address” gibt es den dazugehörigen “private key”, es handelt sich somit immer um eine Pärchenkombination bzw. Schlüsselpärchen.

Nochmal zusammengefasst ist der “private key” eine simple Berechtigung, um bestimmte Teile einer Blockchain zu nutzen, bzw. eine Transaktion zu tätigen (SENDEN). Mit der “public address” ist es Dir möglich, Krypto-Gelder entgegen zu nehmen (EMPFANGEN).

Im Folgenden haben wir Dir als Beispiel mal ein “Paperwallet” zur Veranschaulichung der ‘public adress” und des “private key” dargestellt.

Welche Arten von Wallets gibt es?

Jetzt, da wir wissen, was ein Wallet ist, wir haben es ja vorhin schon erwähnt, gibt es verschiedene Arten von Wallets. Welche Arten gibt es nun also und was bedeuten eigentlich die zwei Oberbegriffe Hot – und Cold Wallets?

Die Reihenfolge der nachfolgend beschriebenen Wallets ist vom Sicherheitsfaktor aufsteigend, also von unsicherer zu sicherer.

Hot Wallets – hot storage

Ein Hot Wallet bedeutet, dass immer eine aktive Internetverbindung zum Wallet besteht. Darunter fallen: Online-Wallets, Computer-Wallets und Smartphone-/Tablet-Wallets. Wie bereits erwähnt, sind diese aufgrund der zwangsläufigen, aber notwendigen Internetverbindung anfällig für Hacker-Angriffe. Die Nutzung eines Hot Wallets empfiehlt sich zum alltäglichen Gebrauch wie ein herkömmlicher Geldbeutel, um unkompliziert Krypto-Geld von A nach B zu transferieren, z.B. beim Bezahlen in einem Laden.

Zur Übersicht hier nochmal als Aufzählung:

  • Online-Wallet/Exchange
  • Computer-Wallet
  • Smartphone-/ Tablet-Wallet

Cold Wallets – cold storage

Ein Cold Wallet  ist nicht durchgängig bzw. gar nicht mit dem Internet verbunden. Der “private key” ist nicht zugänglich und liegt lediglich in der Verantwortung des Eigentümers. Zu den Cold Wallets zählen das Paper-Wallet, das Hardware-Wallet und das Brain-Wallet. Ein Cold Wallet wird zur längerfristigen Aufbewahrung von Krypto-Geld empfohlen, da sie um einiges sicherer, dafür aber aufgrund des Sicherheitsaspektes ein wenig umständlicher sind.

Hier nochmals kurz aufgezählt:

  • Paper-Wallet
  • Hardware-Wallet
  • Brain-Wallet

 

Hot Wallets

Fangen wir mit den „unsicheren“ Wallets – also den Hot Wallets – an.

Online-Wallets / Exchanges

Auch sogenannte “Hot Wallets” sind z.B. Handelsplattformen (Online-Börsen)/Exchanges und sind eine der einfachsten Methoden, Krypto-Geld aufzubewahren. Allerdings mit einem gravierendem Nachteil: man hält selber nicht den “private key”, sondern die Börse hält ihn. Hält man sein Krypto-Geld auch solchen Börsen, ist dies sehr anfällig für Hacker-Angriffe oder wenn es Probleme bzw. Beeinträchtigungen im Exchange gibt, da nur die Provider der Börse die keys halten. Zur längerfristigen Lagerung von Krypto-Geld sollte man also auf alle Fälle zu anderen Methoden greifen. Auch wenn es als Einsteiger sehr verlockend ist, das Krypto-Geld einfach auf der Börse zu lassen, sollte man bedenken: wenn die Börse einmal gehackt wird, ist das Geld für immer weg.

Die Börsen/Plattformen sollten wirklich nur zum Kaufen und Handeln von Krypto-Geld genutzt werden, aber nicht zur Lagerung. Du willst wissen, wie man sich an einer Börse anmelden willst? Dann in der nächsten Zeit nochmal bei uns vorbei, denn auch das schauen wir uns für Dich mal genauer an.

Beispiele:

Computer-Wallets

Auch ein Computer-Wallet gehört zu den sog. Hot Wallets. Der Unterschied zum Online-Wallet ist hier, dass man das Wallet lokal auf dem eigenen Computer hat und somit auch selbst die Kontrolle über den “private key” hält. Wie allseits bekannt, sind Computer jedoch auch anfällig für Hacker-Angriffe und somit also auch die Sicherheit des Computer-Wallets stark eingeschränkt. Sicherheitsvorkehrungen sind hier also ein MUSS und sollten nicht auf die leichte Schulter genommen werden, denn: ein Computer-Wallet ist nur so sicher wie der Computer, auf dem es liegt.

Beispiele:

Smartphone- und Tablet-Wallets

Diese Art von Wallet ist im Wesentlichen identisch mit einem Computer-Wallet, besitzt jedoch den Bequemlichkeitsfaktor, dass es in Form einer App auf dem Smartphone bzw. Tablet installiert ist. Ein weiterer Vorteil gegenüber dem Computer-Wallet ist, dass mit einer solchen App das direkte Bezahlen mit Krypto-Geld möglich ist. Mit stetig steigender Akzeptanz der Händler, Krypto-Geld als Zahlungsmittel zu akzeptieren, wird dieser Punkt zukünftig definitiv an Relevanz gewinnen. Aktuell sind wir dabei, eine App mit Namen “Crypto Advisor” zu entwickeln, welche Dir genau, schnell und einfach solche Akzeptanzstellen in einer Kartenansicht abbilden wird.

Ansonsten gelten für diese Art von Wallet dieselben Sicherheitsrisiken wie für das Computer-Wallet und fällt somit auch ebenfalls unter die Kategorie Hot Wallet.

Beispiele:

 

 

Cold Wallets

Kommen wir nun zu den „sicheren“ Varianten von Wallets – den Cold Wallets.

Paper-Wallets

So wie der Name es schon sagt: ein Paper-Wallet ist tatsächlich nichts anderes als ein Stück Papier. Darauf wird einmal die “public adress” mit dem dazu passendem “private key” und den jeweiligen QR-Codes abgebildet. Diese Form eines Wallets hat diverse Vorteile: da sie keine (Internet-) Verbindung nach außen hin besitzen, eigentlich keine einzige Verbindung, sind sie theoretisch eine der sichersten Krypto-Geld-Aufbewahrungsformen. Allerdings ist das Material “Papier” natürlich anfällig für Feuchtigkeit, Ausbleichen etc. Somit ist hier dringend zu empfehlen, es zu laminiert bzw. in einem Plastikbeutel sicher in einem Bankschließfach, Notar oder Safe aufzubewahren: geschützt vor Feuchtigkeit, Feuer oder Diebstahl. Seit geraumer Zeit existieren auch Paper-Wallets aus Metall/Edelstahl, die so zumindest vor Feuchtigkeit und Feuer schützen. Praktisch allerdings sollte unbedingt beachtet werden, dass bei der Generierung des Wallets ja leider eine Internetverbindung benötigt wird: und diese könnte für Hacker einen möglichen Angriffspunkt darstellen. Und wer garantiert, dass die Hardware bzw. der Computer, an welchem ich mein Paper-Wallet erstelle, nicht ebenfalls kompromittiert ist? Wenn Du also ganz auf Nummer sicher gehen möchtest, sei schlau und lege Dir am besten ein Hardware-Wallet an.

Hardware-Wallets

Ein Hardware-Wallet ist eines der sichersten Formen eines Wallets, aber warum ist das so? Zu aller erst: ein Hardware-Wallet schaut aus wie ein herkömmlicher USB-Stick. Tatsächlich verstecken sich hinter dem Gehäuse aber leistungsstarke (Miniatur-)Computer, welche selbstständig in der Lage sind, Schlüsselpärchen (wir erinnern uns: “public key” und dazugehörige “public adress”) anhand bestimmter Algorithmen zu generieren. Ein Hardware-Wallet bringt diesen hohen Sicherheitsfaktor aus einem ganz bestimmten Grund mit sich: Diese Art von Wallet hat keinen Zugang zum Internet, d.h. dass der “private key” auch wirklich privat ist und niemals irgendwo im Internet erschien. Dieser Faktor macht es für Hacker quasi unmöglich, Deinen “private key” herauszufinden und aus diesem Grund zählt das Allerdings gilt in diesem Fall das Gleiche, wie für das Paperwallet: Es muss vor Diebstahl, Verlust und Beschädigung geschützt werden. Ein Hardware-Wallet bekommst Du bereits für unter 100 Euro – ein Preis, der nicht wehtut und den man gerne zahlt um sein kleines Krypto-Vermögen sicher zu verwahren.

Beispiele:

 

Brain-Wallet

Abschließend kommen wir noch kurz zur letzten Form eines Wallets — und zwar das Brain-Wallet. Und ja, Du hast richtig verstanden, es geht um das Gehirn als Speichermedium. Dazu könnte man ein frisches Schlüsselpärchen generieren und sich anschließend die 40-stellige Zeichenfolge aus Zufallszahlen – und Buchstaben ins Gedächtnis einprägen. Allerdings birgt das auch ein wesentliches Risiko: Wer möchte riskieren, diese lange Zeichenfolge zu vergessen und somit für immer den Zugriff auf sein Krypto-Vermögen zu verlieren?

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