Was ist ein Smart Contract & wie funktioniert er?

Du erwartest jetzt eine trockene Definition? Da musst Du dich wohl noch ein bisschen gedulden – wir erklären es Dir erst mal an einem Beispiel aus der Realität:

Stell Dir vor Du musst Dein Haus verkaufen. Ein ziemlich komplizierter und mühsamer Prozess, der eine Menge Papierkram und ähnlichen Aufwand mit sich bringt. Du entscheidest Dich ja nicht umsonst für die Beauftragung eines Maklers oder? Erschwerend kommt dazu, dass der Verkaufspreis ja normalerweise auch noch ziemlich hoch ausfällt und man dem in der Regel unbekannten Käufer nicht einfach sein Vertrauen schenkt. Um diese Situation zu erleichtern, nimmst Du dann gern den Treuhandservice Deines Maklers an. Doch für umsonst macht das Dein Makler nicht – nach erfolgreichem Geschäftsabschluss möchte er dann, zu Deinem finanziellen Nachteil, noch prozentuale Provision vom Verkaufspreis.

Falls Du Dich gerade fragst, was ein Treuhandservice beziehungsweise ein sogenannter Treuhänder ist – hier nochmal ein kurzer Exkurs:

Immer dann wenn man einen Wert (in der Regel Geld) an eine andere Person oder Partei übertragen will, zu der man nur wenig Vertrauen hat, wird ein Treuhänder benötigt. Dieser nimmt zuerst den Wert von Person A an. Sobald der Gegenwert, die Dienstleistung und sonstiger Service erbracht wurde und vom Treuhänder bestätigt ist, gibt er das Geld für Person B frei. Der Auftraggeber zahlt dabei die anfallende Gebühr.

Nun sind Dir sicherlich schon von ganz allein viele negative Begleiterscheinung eines solchen Prozesses aufgefallen. Und da haben wir die Möglichkeit des menschlichen Versagens noch nicht einmal erwähnt. Was passiert wenn sich die beiden Parteien über das Ergebnis uneinig sind? Was wenn die Definition des Ergebnisses zu ungenau war?

Genau hier kommen dann die sogenannten Smart Contracts (dt. Intelligente Verträge) ins Spiel.

Das Vertrauensproblem

An erster Stelle gilt es das Vertrauensproblem zwischen den Parteien zu lösen und die Fehlerquelle des menschlichen Versagens der Geschichte angehören zu lassen. Das geht ganz einfach so: Smart Contracts arbeiten nach dem “WENN-DANN”-Prinzip. Auf unser Beispiel angewendet, sieht das dann so aus, dass das Eigentum am Haus erst DANN auf den Käufer übertragen wird, WENN der vereinbarte Geldbetrag eingegangen ist. Der Vertrag löst sich praktisch automatisch aus, ohne dass nochmal jemand dafür zuständig sein muss.

Sowohl der vereinbarte Geldbetrag als auch das Eigentumsrecht müssen im System gespeichert werden. Meist werden die Vertragsbedingungen dabei in einen Code geschrieben und dann exakt zur gleichen Zeit an die beteiligten Parteien gesendet. Jede einzelne Transaktion wird von hunderten Personen auf der Blockchain beobachtet und verifiziert. Das stellt eine zusätzliche Absicherung für die Parteien dar. Einer einwandfreien Übergabe steht also nichts mehr im Weg. Und noch besser: Durch Smart Contracts kannst Du Dir eine Menge Geld sparen.

Du möchtest immer noch Deine trockene Erklärung? Dann frag Google doch einfach Mal nach dem Begriff “Smart Contract“.

Wo und wie kann man Smart Contracts anwenden?

Die Anwendungsbereiche sind so vielfältig, dass wir hier einfach nicht alle aufzählen können, denn dann würdest Du wahrscheinlich weiter klicken – und das wollen wir natürlich nicht.

Smart Contracts sind die Antwort auf die Frage: „Was zum Teufel bringt mir die Blockchain?“ – denn sie bilden die technischen Grundlagen für nahezu alle Anwendungen.

Hier mal ein paar Beispiele, damit Du Dir das Ganze etwas besser vorstellen kannst:

Unsere Einleitungsgeschichte ist schon mal ein gutes Beispiel für die Anwendung von Smart Contracts im Immobiliensektor.

Ein anderer Bereich sind die Lieferketten von Waren. Vom Konsumenten, über den Händler, den Großhändler, dem Unternehmen, dem Lieferanten und den Produzenten – Da ist es gut vorstellbar, dass es bei der einen oder anderen Abmachung zu Fehlern kommen kann. Durch digitale Verträge aber könnte man für alle Beteiligten eine gemeinsame Vertragsbasis bieten. Dadurch können alle Parteien verfolgen, in welchem Status sich das Produkt gerade befindet – natürlich immer in Echtzeit, ist doch klar!

Ui das Gesundheitswesen – ein ganz spannendes Thema. Patientendaten könnten in einem Smart Contract sowohl für den Patienten als auch für Ärzte und Versicherungen abgebildet werden. Dann wäre es möglich alle Daten, von jedem Ort der Welt aus, auf einen Blick einzusehen. Patienten könnten außerdem entscheiden, welche Informationen sie für wen preisgeben wollen. Besser gesagt: DU kannst entscheiden, wer deine Patientendaten beziehungsweise deine Akte sehen kann und wer nicht. Im Zeitalter des Datenschutzes gar nicht mal so uninteressant.

Noch ein Bereich, der wahrscheinlich jeden etwas angeht. Die Politik – aber nicht gleich die Augen verdrehen. Regierungen könnten über digitale Verträge Wahlen abhalten. Die Basis dafür wäre ein Vertrag, der zwischen der jeweiligen Regierung und allen Staatsbürgern des Landes abgeschlossen wird. Dadurch könnte die Regierung nicht nur einsehen, wer gewählt hat, sondern Bürger hätten auch den Vorteil, dass sie bequem mit einem Klick ihre Stimme abgeben können. Noch wichtiger: Liegt ein solcher Vertrag einmal auf der Blockchain, ist er für immer unveränderlich. Aber was hat das mit Wahlen zu tun? Ganz einfach – Die Wahlergebnisse könnten dadurch nicht mehr so einfach manipuliert werden.

Berufsgruppen, die sich lieber warm anziehen sollten!

Smart Contracts sind überall dort denkbar, wo digitale Güter ausgetauscht oder digitale Transaktionen durchgeführt werden. Die einzige Voraussetzung dafür ist, dass der Eintritt aller Vertragspartner und deren Bedingungen digital prüfbar sind. Diese schlauen Verträge können also folgenden Berufsgruppen entweder die Arbeit erleichtern oder sie zukünftig gänzlich verändern:

  • Notare
  • Immobilienmakler
  • Versicherungsvertreter
  • Buchhalter
  • Rechtsanwälte
  • Steuerberater
  • Instanzen für Vereinbarung jeglicher Verträge
  • etc.

Also all diejenigen Berufsgruppen, die auf irgendeine Art und Weise als Mittler und Mittelsmänner dienen.

Welche Hürden gilt es noch zu überwinden?

Um auch reale Ereignisse, wie zum Beispiel die Übergabe eines Produktes zu berücksichtigen, müsste eine Schnittstelle zu diesem Ereignis programmiert werden. Über ein sogenanntes „Oracle“ ist dies durchaus abbildbar. So kann in dem Smart Contract kommuniziert werden, dass das Produkt tatsächlich übergeben wurde. In diesem Fall könnte eine Verbindung zur Post als Oracle dienen und die Produktübergabe bestätigen.

Smart Contracts sind bislang nur bei eindeutig bestimmten Regelungen möglich. Unbestimmte Rechtsbegriffe, wie beispielsweise „in angemessenem Umfang“, „ohne schuldhaftes Zögern“, „so schnell wie möglich“, können nur schwer hinterlegt und umgesetzt werden.

Stimmst du uns zu, wenn wir sagen, dass digitale Verträge eine Innovation gegenüber den herkömmlichen sind?

Auch wenn es noch kleine Hürden zu überwinden gilt, darf man nicht vergessen, dass diese wahrscheinlich nur existieren, weil es sich bei schlauen Verträgen um eine junge Technologie handelt. Mit einem Potential wie diesem sind wir zuversichtlich, dass die Technologie mit der Zeit perfektioniert wird und aus unserer Gesellschaft nicht mehr wegzudenken ist!

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